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Ein Bericht über das Grillfest am Jom Yerushalyim von Uli Becker.
Was macht ein naiver deutschsprachiger Neueinwander mit Sehstärken-Sonnenbrille tief unter den Jerusalemer Felsen in einem tausendejahrealten und schulterbreiten Wasserschacht, dessen Quelle in den Hebroner Berger entsprang und bis in die Hände des Hohepriesters auf dem Tempel floß? Richtig, er sitzt mit einer Gruppe NOAM Begeisterter im Dunkeln fest, die auf soviel Indiana Jones nicht vorbereitet gewesen waren. Seit 20 Minuten war unser mutiger Trupp durch diesen Tunnel geschabt, Schweizerduetsch und sonstiges Deutsch schallte durch die antiken Felsenwände, so dass sich selbst die Fledermäuse erschraken. (Zitat Gerard: "Es ist hier so glatt, die Fledermäuse rutscht ab!") bis der schrille Schrei "Ratten!" von vorne ertönte. Wie eine Panikattacke von dreizehn Leuten in schwarzen Einbahnstraßentunnel ausgeht, will ich hier nicht darlegen, aber eins ist klar: Wiedermal hatte sich eine scheinbar harmlose NOAM Einladung zu geballter Action entpuppt.
Und das war nur der Anfang. Nachdem wir lebend aus dem Mittelpunkt der Erde hervorgekrochen kamen, standen wir vor einem wunderschoenen und ungewohnten Ausblick auf Jerusalem, der Stadt Davids und dem Tempelberg. Unser erfahrender Führer Michael Anfaenger, der uns bis dahin erhellt hatte, wurde jetzt vom jungen Moshe Gabai abgewechselt, der uns erklärte, wie im Sechstage-Krieg die Ägypter die Jordanier in die israelische Pfanne gehauen hatten, so dass wir heute mehr oder weniger sorgenlos durch alte Tunnel schlendern konnten. Alles in allem ein super Auftakt für den weiteren Abend.
(19.00 Uhr.) Auch beim Grill wurde mit einer Teilnehmerzahl von ca. 50 Leuten und bester Salatiiimplanung überrascht. Der NOAM Grillmaster Yair wurde nicht müde , Würstchen, Kebabs, Schaaaschlicks – oder Schiiiischlicks - zu verteilen, (und zu später geheimer Stunde auch saftige Steaks) und der Verantwortliche Arye versuchte sich als GPS mit Weddingakzent für Spätkommende. Die Leute kamen von überallher (genauer: mindestens aus Ashkelon, Nizan, Rischon Le Zion, Netanja, Tel Aviv, Neß Ziona, Haifa, Mewasseret Zion, Giwataim, Ramat Gan) extra um endlich mal wieder beim traditionellen NOAM Großtreffen dabei zu sein. Ob mit 2 oder 80 Jahren, es wurde sich getroffen, begrüßt, gequatsch, gefuttert, verlinkt und veremailt und viel gelacht – und das alles vor der dramatischen Jerusalemer Kulisse auf der Tajalet.
(21.00 Uhr.) Und gerade wo man dachte, dass es ein sehr netter Abend gewesen war, und man sich langsam den Humus und Ketchup aus den Mundwinkeln wischen und sich verabschieden sollte, holte NOAM zum finalen Trommelschlag aus: Im Tarbuka Trommelworkshop zeigten die NOAM Partylöwen, dass ihnen auch im nächtlichen Trommeln niemand was vormacht, und so schlugen wir auf die Felle bis Harmon HaNaziv von unserem Beat bebte und die Jugend von Abu Dis uns bejubelete. Das nenne ich einen guten Abschluß dieser wiedermal gelungenden NOAM Fete, der vielleicht nur noch von den mitternächtlichen Steaks gekrönt worden wäre, wenn nicht die Müdigkeit zum Gehen gerufen hätte. Bis 23:15 wurde durchgefeiert.
Also hier nocheinmal Danke an alle, die auch dieses Jahr die Jom Jeruschalaijm Grillparty zu einem vollen Erfolg gemacht haben und zu den Würstchen noch Geschichte, Archaeologie, Action und Musikanimation beisteurten. Insbesondere Dank an NOAM Vorstandsvorsitzenden Arye S. Shalicar, Geschäftsführer von Irgun Jerusalem Yoram, dem unermüdlichen NOAM Grillzangenmeister Yair Ben Yehuda den Führern Mosche Gabai vom NOAM-Ausschuss und Michael Anfaenger und an Vera Heuser vom NOAM-Ausschuss.
Die folgenden zwei Bilder stammen von Joel Dzodin:
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